Leinen – wie eine kleine Pflanze Großes bewirkt

Leinen – wie eine kleine Pflanze Großes bewirkt

Leinöl wird aus einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt, dem Flachs (Lein), gewonnen. Schon vor tausenden Jahren wurde die Leinpflanze angebaut. Die Erzeugnisse dienten als Nahrung, Heilmittel und Kleidung. Leinensegel ermöglichten die Eroberung der ganzen Welt. Als Firnis schützt es bis heute unzählige Holzmöbel, Instrumente und Kinderspielzeug.

Heute ist der Lein auf dem gesamten Globus verbreitet. Er ist eine 50 bis 100 Zentimeter große Pflanze mit dünnen, dicht beblätterten Stängeln. Die Blüten strahlen in einem schönen Blau, die kugelförmige Kapselfrucht enthält die Samen, aus denen das wertvolle Öl gepresst wird.

Dieses Öl gilt als Glücksbringer. Es soll sich sehr positiv auf den Körper auswirken und sogar dabei helfen, Depressionen zu mindern und die Stimmung aufzuhellen. Eine unserer Kundinnen sagt deshalb immer: «Mein Leinöl ist Sonne für die Seele.»

Inhaltsstoffe und Eigenschaften

Rauchpunkt (°C): 90

Geschmack: leicht nussig

Bewertung: Maximum an mehrfach ungesättigten Fettsäuren

gesättigte Fettsäuren: 10 %

ungesättigte Fettsäuren: 18 %

Omega-6-Fettsäuren: 15 %

Omega-3-Fettsäuren: 57 %

Haltbarkeit: am besten bis 2 Monate nach Pressung bei kühler Lagerung (nach Öffnung der Flasche in 2-3 Wochen verbrauchen)

Anwendung

  • Öl in der kalten Küche (z. B. Quark, Salat, Müsli, Obstsalat)
  • Öl zur Linderung und Heilung (z. B. Einnahme, direkt auf der Haut und zusammen mit dem Presskuchen als regenerierendes Peeling)
  • Presskuchen zum Backen, als Müslizusatz und für die Tierfütterung
  • Reinigung (Leinölseife), Ölfarben und Oberflächenschutz (Leinölfirnis)

Wirkung

Leinöl besteht zum größten Teil aus Alpha-Linolensäure (eine Omega-3-Fettsäure), die für den Stoffwechsel lebensnotwendig ist. Die dreifach ungesättigte, langkettige Fettsäure kann die Zellregenration fördern und besitzt eine entzündungshemmende Eigenschaft. Darum ist Leinöl auch bei entzündlichen Hautzuständen und Akne gefragt. Ölsäure und Linolsäure ergänzen das Fettsäurespektrum und machen Leinöl zu einem guten Hautpflegeöl bei trockener, rissiger und empfindlicher Haut.

Ein Löffelchen am Morgen und ein weiteres zur Mittagszeit lässt «die Sonne scheinen». Oder wie andere sagen: Leinöl macht glücklich – ob pur, auf dem Salat oder in den berühmten Pellkartoffeln mit Leinölquark.

Wie immer wirken Lebensmittel sehr individuell, weshalb wir darauf hinweisen, dass der Verzehr von Leinöl zunächst in kleinen Mengen (Teelöffel) empfohlen wird. Wird das Öl gut vertragen, sind 1-3 Esslöffel Leinöl pro Tag für einen Erwachsenen ausreichend, um gut versorgt zu sein. Am besten fragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie starten.

Ihre Anke Stamer

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